Samstag, 11. März 2017

himmelblau



Nein, ich möchte bleiben wo ich bin. Auf der Flucht vor meinen Möglichkeiten.

Den Kopf an das Fenster gelehnt, die Kälte des Glases an der Schläfe spürend. Den Blick scheu auf die Landschaft Außerhalb des warmen Raum gerichtet. Farbenprächtigt und fürstlich erleuchtet im Schatten der blutvollen Sonne, klamm und gar Seelenlos in den eigentlich ursprünglichen Farben.
Definitionslose Urgestalten von grellfarbenden, ausgemalt gedrängten Punkten, behelligen und zerstreuen meine Netzhaut, die sich von diesem Lichtspiel allerdings lieber distanzieren würde.

Ich hebe meinen Kopf an. Bittere Nackenschmerzen machen sich bemerkbar. Die unendliche Weite des Himmels, welche sich nur erahnen lässt. Sie lässt mich in diesem Moment denken, lässt mich fühlen. Trinkt sich an der Farbe darinnen satt, und durchbricht dabei eine Spiegelwelt. Vom himmelblau durchtrunken, im reinsten Licht.

Mein Kopf tut weh. Bilder im Kopf drehen sich um eingeschlafene Rituale, verlorene Gesichter und verbrannte Emotionen, die sich nicht abstellen lassen. Gedanken, bunt leuchtend. Trist und grau. Atomkrieg in meinem Schädel.

Mir fällt es so schwer, diese Wörter oder überhaupt etwas zu tippen. Denn diese Worte leiden seit langer Zeit an akutem Lampenfieber und nichts scheint gut genug.

1 Kommentar:

  1. Danke :)
    Ja, es ist wirklich eine große Erleichterung. Ich glaube, es braucht noch ein bisschen Zeit, bis es wirklich bei mir angekommen ist, dass ich tatsächlich etwas gefunden habe. Vielleicht wird es mit der Vertragsunterschrift nächste Woche realer.
    Ich weiß nicht, wie es bei Dir ist, aber ich habe das Gefühl, weil ich nicht der extrovertierteste Mensch aller Zeiten bin (aber eigentlich schon lange nicht mehr schüchtern), denken andere Leute, ich könnte nichts. Ich bin auch niemand, der jede gute Note und alles in Social Media verbreitet oder so, viele meiner Kommiliton*innen posten ja immer, wie toll sie doch sind... Es ist fast ein bisschen ironisch, dass ich, wie schon beim Praktikum, auch jetzt als eine der ersten einen Job habe, ich, die "nichts kann". Ein kleiner Triumph ist das schon... :D
    Ich wünsche Dir auf jeden Fall auch einen guten Start in Deinen Job im Mai!
    Alles Liebe,
    Lucia

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