the girl


Update: 11.12.2013



 
Hey, heut ist einer dieser schrägen, verblödeten Tage, die man zweigeteilt gesprengt sehen möchte. Entzwei verprügeln, bis sie tragisch, ohne Rücksicht jämmerlich auf den Boden liegen, heuelnt und ausbluten, bis nur noch diese gottverdammte widrige Schale um sich haben, allseits ohne Fiasko. Ich schwanke zwischen ein bisschen Melancholie und Hochgefühl. So viel zu meiner Gefühlslage bla blaah. Eigentlich schreibe ich ja lieber auf Papier. Ein richtiges Buch in der Hand zu haben, macht dir viel deutlicher, dass da etwas ist, das dich auf deinem Leben begleitet. Bis zum Ende. Mir kommt es noch vor, ob wäre es nur ein Spiel. Ein Buch, das man zu klappen kann. Ich erwarte jede Sekunde, dass es mich von hinten an springt und "Verarscht!" ruft. Irgendwie bin ich zu alt um irgendwelchen kram in Büchern aufzuschreiben... oder zumindes für dieses  einfaltig, lachhafte getue "Liebes Tagebuch." Ich gebe zu, es viel altmodischer und bringt mir irgendein Gefühl der vertrautheit mit. Ich mag diese undefinierbarkeit. Zumindest hatte ich mich jener Illusion hingegeben. Einziges Problem ist, dass es gefunden werden kann. Okay, mein letztes Tagebuch hatte ein Schloss. Aber Schlüssel kann man finden. Und wenn man erst mal so dreist war, danach zu suchen, benutzt man ihn dann auch. Nur rein aus Interesse. Ich habe mit schreiben in irgendwelche leeren Bücher angefangen, als ich sechs war. Ich schrieb jeden Tag. Acht Jahre. Wissen was ich tat, wusste ich nie im geringsten. Irgendetwas das meine Enkel dazu bewegen wird weiterlesen zu wollen, wenn sie mein Tagebuch auf dem Dachboden finden sollten. Bis ich mich entsinnte, dass ich niemals solche kleinen, nervigen Enkel haben möchte. Das ging bis mehrmals Freunde und Familie heimlich hinter meinem Rücken es gelesen habe, dabei habe ich es immer gehüttet wie mein Augapfel in meiner Augenhöle gespeichert ist. Schließlich habe ich alle Bücher verbrannt. Von bedauern kein Anflug. Ich kann das Buch verbrennen, aber trotzdem werde ich die Worte immer im Kopf haben. Und wer möchte, wenn er einen schlechten Tag hatte, das alles noch einmal durchleben und auf Papier vermerkt wiederfinden? Wer möchte mit eigenen Worten von seinem Versagen ein zweites, drittes, viertes Mal Notiz nehmen? Aber Zeilen mit meinen unsinnigen Erklärungen zu verschwenden ist unsinnig. Es gibt Leute, bei denen das echt gut kommt, diese vollgekritzelten Tagebücher, vermerkte Notitzen mit einer chaotischen Handschririft die kaum zu entziffern ist. Wenn meine Mutter genauso fest in meinen Sachen rum schnüffelt wie früher, bin ich fest davon überzeugt, dass es die richtige Entscheidung war. Zu lebzeiten wäre dies mein Verhängniss, was nun diesen Blog erklärt. Der einzigste Unterschied: Ich kann diverse Erinnerungen nicht anfassen, berühren, den weichen Einband unter meiner Hand spüren, juckend und kratzend. Mein Leben in diesen Büchern war ganz okay. Chaotisch, spaßig, kindisch. Wenn ich sterben sollte, beabsichtigt oder nicht, ist es mir gleichgültig. Zumindest hinterlasse ich etwas auf dieser Welt. Ich würde mir sogar wünschen, das Freunde es lesen... die es wirklich verdient haben. Die verdient haben, jede Wahrheit und jedes Gefühl das ich jemals in mir hatte, jeden Gedanken und den Grund dafür zu kennen. Um zu wissen wer ich wirklich war. Ich habe Gründe.

Meine lieben Leser, es ist wieder soweit. Mein Kopf macht nicht das, was er soll. Zu viel Eintönigkeit, zu wenig Kraft, um dagegen zu halten. Schreiben? Will doch eh keiner lesen! Ihr alle da draussen seit von meinen Worten gelangweilt. "Oh nein, nicht noch so ein Text über bla bla bla." Dennoch mache ich mein leben lang nichts anderes. Schreiben ist einfacher. Selbst wenn meine Worte nichts taugen, nichts und niemanden bewegen. Ich bin ein Jäger. Ich jage nach Worten, nur um überleben zu können.
Ich bin ein Zerstörer, ruhe nicht, bis mein Werk im Staub liegt, zerbrochen und zerfetzt, bis nur noch Ruinen des früheren, glänzenden Reiches daliegen. Schutt und Asche und ich fressen den von mir erschaffenen Staub, der rauchend in meinen Lungen tobt, durch Haut, Blut und hauchdünnen Adern geht.
Ich war nie diejenige, die gut mit sich selbst umgehen konnte. Ich weiß, wie ich mich bei anderen zu verhalten habe, aber sobald es um mich selbst geht, scheint mir die Musik immer der bessere Ausweg als die Gedanken, mit denen ich ansonsten ganz alleine war. Das Reden fällt mir nun einmal schwer, darum greife ich immer lieber zum schreiben zurück. Gib mir ein Stück Papier und einen Stift und man könnte mich Stundenlang allein damit beschäftigen. Ich habe das wahnsinnig nervige Talent in fast jeden Moment niemals die richtigen Worte finden zu können. Es fällt mir wahnsinnig schwer, trotz dass ich nicht unbedingt schüchtern bin. Nur zurückhaltent. Was soll ich sagen? Ich hab doch keinen Grund.
Ich war mir immer selbst der größte Feind gewesen und das ist bis zum heutigen Tag so geblieben.


Um es kurz zu machen: Ich bin 17 Jahre jung und lebe momentan mehr oder weniger für die Musik,das singen und meine Gitarren, meine Band... nicht nur das... diese wundervollen Menschen, die mich mehr als nur gerettet haben vor mir selbst. Die Menschen sagen ich sei seltsam. Mir ist es egal was ich bin. 

Update 2017: 3 Jahre später bla bla blah

Kommentare:

  1. Hallo CookieCupcake! :-)

    Dein "über mich" hat mich sehr angesprochen, deswegen lasse ich dir mal ein kommi da^^ mir geht es sehr ähnlich wie dir - in jeder hinsicht! :-)
    ich bin auch so eine "aussenseiterin" wie du es nennst! aber ich kann dir nur eins sagen: durch menschen wie uns wird die welt erst richtig - menschen wie wir, tiefsinnige und andersdenkende sind die, die weiterkommen . Vergiss das bitte nie! :-)
    Ich will keine werbung machen aber wenn du lust hast kannst du ja auch mal bei meinem blog vorbeischauen ! (blogspot, kämpferblog).

    Fühl dich von einer gleichgesinnten gedrückt!
    Anna :-)

    AntwortenLöschen
  2. Sehr schöner Blog. Autentisch! Ich liebe auch den Regen. Barfuss auf nassem Rasen, im Regen tanzen - wenn ich das tue fühle ich mich lebendig & frei. Musikalisch bin ich eine Null, aber das ist nicht schlimm denn dafür gibt es ja andere besondere Menschen wie dich.

    AntwortenLöschen
  3. Der 1. Teil von deinem "über mich" trifft irgendwie auch total auf mich zu. Vor kurzem sind wir in ein Dorf gezogen. Ich fühl mich hier einsamer, als je zuvor. Einfach nurnoch weg von hier. Die Welt erkunden. Frei sein. Sich zumindest frei fühlen. Das wäre schön ♥

    Ein großer Bruder wäre echt schön. c:
    Und als Einzelgänger ist es manchmal garnicht so übel. Man hat keine Probleme, kein Stress mit irgendwelchen "Freunden". Man kann nicht verletzt werden. Es ist nicht schlecht so zu leben. Na klar wünscht man sich oft auch mehr, aber es ist ok so.

    Es tut mir leid, dass dir solche Schlampen trotzdem das Leben zur Hölle machen. Schule ist ja hoffentlich bald zu Ende. Also heißt es bis dahin .. überleben!

    Die Liebe zum schreiben kann ich aber absolut nachvollziehen. Man kann einfach alles aus sich raß lassen. Ohne Rücksicht auf irgendjemanden. Das kann manchmal echt richtig gut tun. Und du bist nicht allein. Niemals! Es gibt hier so viele Menschen, die ähnliche Probleme haben. Die dich verstehen können.

    Gib niemals auf. Du bist ein wunderbarer Mensch. Deine Texte gefallen mir sehr, sie sind so gefühlvoll geschrieben. Irgendwann wird alles besser werden. Du darfst nur nicht aufgeben. :)
    Liebe Grüße. ♥

    AntwortenLöschen
  4. Etwa 90% des Textes könnte von mir stammen,
    so wie du dich beschreibst :D

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Und das mit deinen Vater tut mir leid.
      Du kannst froh sein, dass du ihn nicht verloren hast.

      Löschen
  5. Zu den bùchern die du lesen willst..
    Ich sag dir eins: rot wie das Meer von maggie stiefvater is geil *-*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. uii danke dir.
      ich setze es mit auf die liste :)

      Löschen
  6. some people believe in god
    i believe in music
    and some people pray
    i turn up the radio

    ich konnte mich immer mit diesen zeilen identifizieren, und irgendwie sind sie mir eingefallen als ich diesen wunderschönen und traurigen text durchgelesen habe. bleib stark liebes menschlein.

    AntwortenLöschen
  7. Danke für deine Worte. ♥
    ich drück dich.

    AntwortenLöschen